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CD "Trommelzeit"
Jazzpodium Juni 2008
"...Nicht minder aufregend ist das, was der Schlagzeuger und Elektroniker Christoph Haberer so viele Jahre später als Zusammenfassung seiner musikalischen Erfahrungen präsentiert. Allerdings mit Synthesizer, elektronischen und akustischen Drumsets sowie Perkussion. Mit seinem Equipment kann Haberer die Ausdrucksformen im Melodischen wie im Rhythmischen ausweiten auf der vorliegenden CD "Trommelzeit" integriert Haberer elektronische Rhythmusgeber, schwebende
Synthesizerflächen, Marimbaphon- und Steeldrum-Sounds mit akustischer, polyrhythmischer Trommelarbeit äußerst kurzweilig und aufregend...
Das Ergebnis belegt, daß Christoph Haberer zu den kreativsten Perkussionisten der Gegenwart zählt."
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19.08.2008
"Handgespielt. Zu den vielen Willkür-Klapperen unter den Perkussionisten hat der vom Goethe-Institut gern als deutscher Botschafter in die Welt geschickte Christoph Haberer nie gehört, wie seine jüngste CD "Trommelzeit" eindringlich demonstriert. Die im Schnitt fünf Minuten langen Stücke keines gleicht dem anderen kommen mit klaren formalen Entwicklungen schnell auf den Punkt, erzählen bis über beide Ohren klangverliebt, abenteuerliche Geschichten voller Assoziationen und abgründiger oder heiterer Stimmungen. In Haberers Zaubergarten perkussiver Geräusche und Töne blühen aberwitzige rhythmische Verstrickungen, verschwimmende Erinnerungen an Rock- und Jazz-Beats, unbeschwerte Hingabe an lateinamerikanische Tanzmotorik, ethnische Zitate aus Afrika und Indonesien, und gelegentlich scheint ein gnomiger Bergkönig durch eine viel zu große Stalaktiten-Halle zu tanzen.
Die CD wirbt mit dem Untertitel "handgespielt und live"; das bedeutet, dass zwar die Drum Pads mit einer Unmenge wundersamer elektronischer und auch gesampelter akustischer Sounds belegt sind oder im Verlauf belegt werden, dass aber alle Schläge wie in einem Konzert einszueins ausgeteilt werden.
Keinen Drum Computer und keine tüftelige "post production" brauchen wir hier also zur Kenntnis zu nehmen, sondern können unbeschwert Haberers staunenswertes, filigranes Hand-Werk bewundern."
off-beat, August/September 2008
"Die Musik auf dieser CD ist begrifflich nicht leicht zu fassen: Trommelimprovisationen, komplexe Kompositionen, zappaesk anmutende Soundcollagen, Technobeats, Neue Musik...war da noch was? Haberer entwickelt in jedem Fall ein sehr individuelles Musikerlebnis, welches den aufgeschlossenen Zuhörer bei längerem Hören vollständig in seinen Bann zieht. Zugrunde liegt liegt dieser Produktion die Idee, akustische Percussion mit elektronischen Klängen, Sequencer und Samples zu vereinen.
Und im Ausloten der Spannungsmöglichkeiten, die sich hier ergeben, ist Haberer ein Meister. Bekannte Schlagzeugfiguren mischen sich aufregend mit verfremdeten Elektrosounds, Piano- und Marimbaklängen, wobei Haberers erstklassiger Umgang mit der ´herkömmlichen´ Schlagzeugtechnik nicht verschwiegen werden soll (hervorragend sein Besenspiel). Kaum zu glauben, dass sämtliche Titel ohne Overdubs eingespielt wurden. Überzeugend vor allem, wie aus einem Trommelsolo trotz ausgedehnter freier Passagen mit der Zeit eine vollständig durchdachte Komposition wird, die ihrerseits unvorhersehbar in ihren Abläufen, immer wieder überraschend in ihren rhythmischen und klanglichen Windungen bleibt. Hervorzuheben sei auch die sorgfältige Auswahl und die hervorragende Aufnahme der vielfältigen akustischen Klangobjekte."
drums & percussion, August/September 2008
"...Herausgekommen ist eine spannende...Trommelreise voller fesselnder Momente zwischen Meditation, Drum´n´Bass und aufgesplitterten, expressiv ausgeleuchteten, dichten wie luftigen Klanglandschaften und Rhythmusstrukturen. Zweifelsohne ein interessantes und überaus eigenständiges Werk mit allem, was das Percussion-Universum so zu bieten hat."
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CD "personal edition"
Jazzthing 2/06
"Seine ´personal edition´ gibt einen Einblick in die komplexen Klanggebilde des Schlagwerk- und Synthesizer-Soundtüftlers. Hin und wieder fühlt man sich an Jan Hammer, Zappa oder Weather Report erinnert, doch schon Sekunden später hat sich der eigenartig selbstreferenzielle Haberersche Klangkosmos wieder geschlossen."
CD "and what about...time?"
drums & percussion, Ausgabe Nov./Dez. 2003
"Christoph Haberer gehört seit Jahren zu den beständigsten und kreativeren Musikern der deutschen Jazz-Szenerie. Ob in einem Band-Kontext oder wie jetzt solo, immer bietet er gute Musik, die nie leicht zu hören ist, aber durchweg inspirierend erscheint. Sein neuestes Album "and what about...time?" hat er im Alleingang eingespielt und bedient sich dabei der modernen Elektronik. Alle Kompositionen stammen aus seiner Feder und wurden am Computer bzw. mit Elektronik-Percussion, Synthesizer und viel Programmierarbeit umgesetzt. Herausgekommen ist dabei eine durchaus meditative Form elektronischer Musik, perkussiv, mit abwechslungsreichen Grooves und großartigen Sounds. Das Ganze bietet Haberer auch live an, und ein solches Konzert sollte man sich nicht entgehen lassen."
Michael Scheiner (Lichtblick, Regensburg) 6/2003 "Bleibt die Frage, wie es denn - bitteschön - mit der Zeit so steht... Das heißt nun mitnichten, daß am Lebensquell Zeit, gleich Puls, Rhythmus, Power und gurgelnder Groove gespart werden soll. Im Gegenteil, Haberer geht üppig, vielschichtig komplex, auf höchst ergötzliche Weise damit um... Irgendwo zwischen melodischer Glückseligkeit, ironischen House-Pirouetten und elektronischer Raserei, die auch minimalistische Inspirationen hat, tauchen wir tiefer und tiefer in ein falschfarbig pulsierendes Abenteuerland, das mehr an ein rattenscharf modernes "Alice´s Wonderland", als an coole Nujazz-Dancehalls...erinnert."
Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 15. Mai 2003
"...Für das Projekt benutzte der Rhythmiker zwar ausschließlich elektronische Hilfsmittel, trotzdem klingt das Album organisch gewachsen und lebhaft... Dass Haberer stringente Strukturen schätzt, diese jedoch mit hintersinnigem Humor bereichert, zeigt ein Werk wie ´Fibononacci´s polytime´, das auf den Zahlenreihen des italienischen Mathematikers aufbaut. Seine große Stärke liegt jedoch darin, die Melodik von Rhythmen herauszuarbeiten, so wie es ihm bei der Komposition ´danza del tempo´ gelingt. Wie vielfältig und zeitgemäß die Einflüsse sind, zeigt auch die Komposition ´electric archaic loops´, bei der Haberer modernste Drum´n´Bass- und House-Ästhetik mit spannenden Breaks und Kontrapunkten durchsetzt."
CD "Pulsation"
Z´Kay (Klenkes, Aachen) 6/94
"Eine feine Platte ist Christoph Haberer mit ´Pulsation´ gelungen. Ausgehend von seinen perkussiven Klang-experimenten mit Drümmele Maa entwicklt sich Haberer zum Wanderer zwischen den Welten und Kulturen. Mit viel Gespür für die Relationen zwischen Rhythmus und Melodie europäischer, afrikanischer und asiatischer Klangkulturen gelingt ihm eine atemberaubende Gratwanderung. Geprägt durch eine indische Zugfahrt, eine französische Kirmes, ein dänisches Lied und Mozart formuliert ´Pulsation´ das Konzept eines europäischen, instrumental erweiterten Gamelan Orchesters."
Jazzthing 6/1994
"Eine Klangreise im Grenzland zwischen New Age, imaginärer Folklore, Neuer Musik und modischer Fusion - wer hätte gedacht, daß solche Sounds Kopf und Händen des Drümmele Maa-Schlagzeugers Christoph Haberer entstammen, der zudem vor wirklich nicht allzulanger Zeit gemeinsam mit Lee Konitz feinsinnigen, weisen Mainstram-Jazz einspielte?...
Elektro-Trompetensounds...und glattglitzernde Synthesizerklänge verbindet Haberer mit dem erdigen Klang des Didgeridoo, den naturhölzernen Sounds der Marimba und den perkussiven Pochgeräuschen südindischer Schlaginstrumente. Eine schöne alte neue Welt tut sich da auf!"
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