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Soloprojekt - POLYRITMIA (2011) [Bilder]
Die Faszination an der Polyrhythmik begleitet die Arbeit von Christoph Haberer Arbeit schon seit vielen Jahren - beim neuen Soloalbum ist die Polyrhythmik nun Programm: Fast allen Stücken liegt eine jeweils unterschiedliche polyrhythmische Struktur zugrunde, und diese ist kompositorischer Bestandteil.
Ausgangspunkt waren für Haberer einige für ihn neue „Entdeckungen“, Weiterentwicklungen und Erfahrungen im manuellen Spielen mit Polyrhythmen.
Sein Experimentieren am Schlagzeug mit verschiedenen gleichzeitig gespielten Gruppierungen - wie sieben und fünf, elf und drei, neun und fünf - bildeten den Grundstein für die dann komponierten und programmierten tonalen Sequenzen.
Die Mehrzahl der Stücke basiert auf einem durchgehenden Beat. Durch die Gleichzeitigkeit von mehreren rhythmischen Ebenen entsteht allerdings eine Mehrdeutbarkeit des rhythmischen Pulses man kann sich zwischen verschiedenen Time-Ebenen hin- und her bewegen.
Einige polyrhythmische Verhältnisse hat Haberer auch durch die Verwendung verschiedener Klangebenen verdeutlicht: Zu einer groovenden elektronischen Basis erklingen z.B. Blechbüchsen und Drumset in völlig unterschiedlichen, aber rhythmisch verwandten Gruppierungen gespielt.
Angeregt durch seine ersten Lehrer, die Jazzschlagzeuger Peter Giger und Pierre Favre, oder seine Studien bei Christoph Caskel und der damit verbundenen Begegnung mit Neuer Musik, beschäftigte sich Haberer schon früh mit polyrhythmischen Phänomenen.
Die hier entstandene Faszination vertiefte sich weiter durch seine zahlreichen Konzertreisen im Auftrag des Goethe-Instituts und die damit verbundenen Begegnungen mit außereuropäischen Musikkulturen und Musikern aus aller Welt.
POLYRITMIA komponiert, improvisatorisch erspielt, programmiert und realisiert in der Zeit von 2009 bis 2011.
POLYRITMIA ein Soloprojekt, das Christoph Haberer mit akustischem Schlagzeug und elektronischer Perkussion, mit Synthesizern und Samplern auch (wieder) live auf die Bühne bringt.
Soloprojekt - T R O M M E L Z E I T (2008)
Ausgangspunkt für die Solo-CD T R O M M E L Z E I T war der Aspekt, alles live zu realisieren. Im Gegensatz zum vorhergehenden, überwiegend am Computer entwickelten Elektronik-Album „and what about...time?“(2003)
[JHM 124] wollte Haberer dem Manuellen und Spielerischen wieder mehr Raum geben.
Der Grundgedanke dieses Soloprojektes ist die bewusste Gegenüberstellung von getrommelten akustischen und elektronischen Klangbildern.
Die Aufnahmen sind über einen Zeitraum von 2 Jahren live in Stereo-Aufnahmetechnik entstanden - ohne Overdubs.
Alle Kompositionen - bis auf zwei Sequencer-Stücke - hat Haberer im improvisatorischen, spielerischen Prozess mit und an seinem einmaligen Instrumentarium entwickelt. Der Musiker/Komponist hat sich dabei durch das kontinuierliche Aufnehmen immer wieder neue Versionen erspielt, bis sich eine gültige Form herauskristallisiert hat.
Dabei hat Haberer alle Akustik- und Elektrosounds manuell und gleichzeitig bedient z.B. Bass- und Marimbaläufe in sein Spiel an den Trommeln integriert, elektronische Klangkaskaden mit "Naturbecken" vermischt, Loops im Spielverlauf aktiviert...
Das Instrumenten- und Klangspektrum reicht vom großen elektro-akustischen Drumset über elektronische Schlagflächen mit gesampelten Stabspielen oder schwebenden Synthesizerakkorden bis hin zu den Naturfarben von Metallplatten, Snare Drum Set, Gongs, Udu oder Balafon.
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